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Der Schafpudel, ein altdeutscher Hütehund

Der Schafpudel - Der Hüter der Kuh oder Schafherden

Beschreibung der Rasse:

Der Schafpudel (Alternativer Name: Hütepudel) wurde bereits in alten antiken Schriften erwähnt. Das Ursprungsland wird in Norddeutschland angegeben. Durch die Namensgebung “Pudel” wird davon ausgegangen, daß nur der Name Pudel hergenommen worden ist doch es keinerlei Verwandschaft mit den Pudeln besteht. Als Annahme gelte das niederdeutsche Wort “Pfuhl”, das auch zotteliges Fell bedeutet.

Bei dieser Art von Rasse gibt es verschiedene Varietäten. Die aber allesamt zu den altdeutschen Hütehunden gezählt werden, doch in der FCI nicht anerkannt sind.

  • Mitteldeutsche Füchse
  • Strobel
  • Schwarzer
  • Gelbbacken
  • Tiger
  • Westerwälder Kuhhunde

Sie unterscheiden sich stark im Aussehen, haben aber alle nur eine Aufgabe, Herden zu Hüten und zu Treiben.

Die Vermutung liegt nahe, daß der Schafpudel bereits im Mittelalter eine kostbare Hilfe zum Hüten und Treiben von Herden war. Deshalb liegt ihm das heute noch im Blut. Doch durch die gezielte Zucht von Rassehunden sind die Altdeutschen Hütehunde fast in Vergessenheit geraten.

Sie sind leider heute noch vom Aussterben bedroht. Die Arbeitsgemeinschaft Altdeutscher Hütehunde setzt sich bis heute ein den Erhalt dieser Hunde zu gewährleisten. Bei Züchtern liegt der Fokus aber keinesfalls in den Rassenmerkmalen fürs äußere. Das Wichtigste ist Ihnen das Wesen zu erhalten um weiterhin als Gebrauchshunde eingesetzt zu werden.

Da es keinen Standard für den Schafpudel gibt wird auch kein Wert darauf gelegt offiziell bei der FCI anerkannt zu werden. Dadurch soll vermieden werden, daß talentierte Arbeitshunde auf Grund von Abweichungen des Standards aus der Zucht ausgeschlossen zu werden und ihre Talente weitervererben zu können. Darum wird auch diese Rasse nicht offiziell bei der FCi nicht anerkannt.

Rassensystematik und Gruppeneinordnung:

Wird nicht von der FCi anerkannt als Standardrasse.


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Das Erscheinungsbild vom Schafpudel:

Größe:

Hündinnen messen zwischen 45 und 55 cm, während Rüden etwa 50 – 60 cm groß werden.

Das Gewicht pendelt sich je nach Größe zwischen 17 und 25 kg ein.

Die Farbe:

Schafpudel kommen oft in den Farben grau, blaugrau oder schwarz vor. Auch Farbnuancen von hellweizen bis weiß zählen auch häufig dazu.

Seltener hingegen gibt es den Schafpudel in lohfarben. Im Allgemeinen sind alle Fellfarben erlaubt, denn vorgeschrieben ist aufgrund des nicht vorhandenen Rassestandards keine Farbe.

Der Körperbau:

Die Statur des Hütepudels ist kräftig. Besonders der gerade Rücken ist muskulös, wobei der Hund insgesamt schmal wirkt. Schwerfällig oder plump kommt er deshalb nicht daher. Er erscheint insgesamt elegant und geschmeidig.

Die gesamte Körperform ist eher rechteckig. Die Rasse ist also etwas länger als hoch. In Richtung Lenden ist der Brustkorb hoch aufgezogen. Die Beine des Hütepudels sind gerade, die Rute lang und leicht säbelförmig. Es kommen aber auch kurze Ruten vor. Unter den Altdeutschen Hütehunden werden Hunde mit angeborener Stummelrute oder fehlender Rute „Stumper“ genannt.

Grundsätzlich ist diese Rasse dicht behaart mit zotteligem Fell. So auch am Kopf, wodurch dieser relativ groß und rund wirkt. An sich ist der Kopf aber nur mäßig breit. Der Kopf und der Fang sind etwa gleich lang. Der Stop ist ausgeprägt, was jedoch durch das lange Fell nicht sehr auffällt. Die großen, runden Augen sind dunkel und wirken freundlich und aufmerksam.

Die seitlich angesetzten Ohren werden von den meisten Hunden gekippt oder hängend getragen. Die Enden der Ohren sind abgerundet. 

Das Wesen:

Typisch für einen Altdeutschen Hütehund ist auch dieser Hund ein wachsamer und selbstständiger Hund. Seine Wachsamkeit bezieht er auf seine Familie und auf sein Territorium. Seiner sozialen Gruppe gegenüber gibt er sich loyal, freundlich und liebevoll. Fremden hingegen tritt er zunächst skeptisch gegenüber. Es dauert etwas, bis sie sein Vertrauen gewonnen haben. Diese kernigen Charaktereigenschaften wurden über Jahrhunderte heraus selektiert. Er sprudelt vor Temperament und ist ein echter Workaholic. Er braucht deshalb viel “Arbeit”.

Dabei erledigt er eifrig und motiviert seine Arbeit. Die Puste geht ihm selbst nach einem langen Tag auf den Pfoten nicht aus. Von Natur aus bringt der Schafpudel viele für Schäfer überaus hilfreiche Eigenschaften mit. Zwar gilt der Schafpudel als verspielt, jedoch eignet sich das Zusammenleben mit Kindern nur bedingt. Das ausgeprägte Hüteverhalten wendet der Schafpudel nicht selten bei kleineren Kindern an.

Bei entsprechender Auslastung ist der Schafpudel kein nervöser Hund. Sie werden zudem für ihre ehrliche und transparente Kommunikation geschätzt. Aufgrund des kernigen Wesens eignet sich der Schafpudel nicht für Menschen ohne Hundeerfahrung. Er benötigt klare Strukturen und Regeln, da er sonst nach seinen Entscheidungen handelt.

Bei ihm handelt es sich um einen vergleichsweise anspruchsvollen Hund, der besondere Zuwendung und Beschäftigung benötigt.

Die möglichen Einsatzgebiete:

schafpudel und herde
Dierk Queren www.queren.com, Schafpudel und Herde, CC BY-SA 3.0

Der Schafpudel wird hauptsächlich von Schäfern oder Schafhaltern gehalten. Der Einsatz als Hütehund prägte den Schafpudel über hunderte Jahre. Diese Eigenschaften finden sich demnach auch heute noch. Energisch und mit sehr starkem Hütetrieb findet er in der Arbeit seine Erfüllung. Der Schafpudel eignet sich besonders gut für große Herden.

Aufgrund der zuverlässigen Wachsamkeit kann der Schafpudel auch als hündische „Alarmanlage“ für einen großen Bauernhof o.ä. gehalten werden.

Der Schafpudel sollte keinesfalls unterfordert werden, da der Hund ein intelligentes Arbeitstier ist. Unterforderung kann zu Problemverhalten führen. Sinnvolle körperliche und geistige Auslastungsmöglichkeiten muss zum Alltag des Schafpudel gehören. Apportiertraining, Agility oder Übungen auf Distanz zum Menschen eignen sich wunderbar. Auf langen Wanderungen oder Radtouren ist er gerne mit dabei. Monotones Ballwerfen sollte eher vermieden werden, da der Schafpudel dazu tendiert, Suchtverhalten aufzubauen. Zudem unterfordern den Schafpudeln diese Beschäftigungsarten schnell.

Haltung und Pflege dieser Rasse:

Haltung des Hundes:

In einer Stadtwohnung fühlt er sich nicht unbedingt wohl. Zwar gilt er als anpassungsfähig, allerdings harmoniert das Leben in der Stadt in der Regel nicht mit dem Arbeitseifer des Altdeutschen Hütehundes. Lebt er dennoch in der Stadt, sind tägliche Ausflüge mit langen Spaziergängen ein Muss. Als Besitzer benötigt man viel Zeit für einen Schafpudel. Stundenlanges Alleinbleiben mag der Schafpudel nicht.

Sind seine Besitzer keine Schäfer, sollte der unternehmungslustige Hund unbedingt in eine sportliche und aktive Familie ziehen. Da der zottelige Hütehund gesellig ist und seine Menschen sehr schätzt, eignet sich die Zwingerhaltung nicht. Familienanschluss ist wichtig für den Schafpudel.

Pflege des Hundes:

Das lange, dichte Fell sollte täglich gebürstet werden. Die dichte Unterwolle und das zottelige Haarkleid schützen den Hund vor Schmutz und Wasser. Allerdings kann es bei nachlässiger Pflege schnell verfilzen. Fachkundiges Stutzen kann ebenfalls einem verklebten Fell vorbeugen

Gesundheit und Erbkrankheiten:

Gesundheit und mögliches Alter:

Lebenserwartung von 12 – 15 Jahren.

Tierarztbesuche gehen für die Rasse häufig nicht über die üblichen Routinetermine hinaus. Der Altdeutsche Hütehund gilt als robust und nicht anfällig für Krankheiten. Die meisten Schafpudel erfreuen sich an stabiler Gesundheit ohne bekannte Erbkrankheiten.

Erbkrankheiten:

keine Erbkrankheiten bekannt

Seriöse Züchter:

Seriöse Züchter zu dieser Hunderasse findet ihr hier: Schafpudel Züchter


Internes:

Habt ihr Bilder von dieser Rasse und ihr wollt sie uns gerne zukommen lassen würden wir uns freuen, wir würden Sie unterhalb dieses Artikels als Galerie einblenden (natürlich nur mit eurer Erlaubnis). Schickt sie uns einfach mit der genauen Kategoriebezeichnung, dem Alter, das Geschlecht usw. an admin@4pfoten.online.

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