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Die tiergestützte Therapie vom Hund als Hilfe bei Problemen

von Admin
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Tiergestützte Therapie durch den Hund

der 4. Teil unserer Serie – heute die tiergestützte Therapie, gehört zum Hauptthema der Hund als Therapeut

Weitere 12 Probleme bei denen dir der Hund zur Seite stehen kann und seine Therapiemaßnahmen dir zur Verfügung stellt.

Klappt es in deiner Beziehung nicht mehr so?

Es muß ja gar nicht mal das verflixte siebte Jahr in Deiner Ehe anstehen. Auch sonst kehrt schnell Einheitsbrei ein. Die Schmetterlinge im Bauch sind längst weggeflogen. Im Sex läuft alles nach Schema F: Nichts Prickelndes mehr. Ja, hat man da noch Lust? Wohl kaum! Sex wird zur Last; man erfindet immer häufiger Ausreden – die berühmte Migräne stellt sich ein.

Dazu kommen Eifersüchteleien: Geht er/sie vielleicht fremd?

Man wird mißtrauisch, Taschen werden durchsucht – bis man das Haar in der Suppe findet. Immer häufiger streitet man, bis die Explosion kommt: „Du, Schatz, es geht so nicht mehr weiter, ich ziehe aus!“ Lasse es erst gar nicht so weit kommen. Ziehe  vorher die Reißleine und gib Deiner Beziehung noch eine Chance – mit Hund! Der schweißt Dich wieder zusammen. Hunde sind Sympathieträger und Therapeuten, deshalb werden sie auch oft als tiergestützte Therapie eingesetzt.

So blöd es jetzt klingen mag, aber schaffe Dir einen niedlichen Hund an und sorgt gemeinsam für das liebe Tier. Du bist nicht auf den Hund gekommen – keineswegs, aber Du bist darauf gekommen, daß ein Hund auch Deine Beziehung auffrischt. Ist das nicht genial? Du findest ein neues gemeinsames Interessengebiet und über den Hund wieder zu dir selbst. Der Hund versöhnt Euch wieder.

Die Erziehung deiner Kinder überfordert dich?

Bist du etwa mit der Erziehung Deines Nachwuchses überfordert? Kommst Du mit Schreibaby und pubertierender Jugend nicht mehr klar? Die Lieben wissen manchmal selbst nicht, ob sie Junge oder Mädchen, Fisch oder Fleisch sind. Das Geschrei nervt; Du bist die täglichen Auseinandersetzungen leid.

Ich habe einmal ein Elternpaar rein zufällig den Ausweg gezeigt – und war selbst verblüfft. Hinter mir trottete ein junges Paar mit Kleinkind – Tobsuchtsanfall – keine Beruhigung, das Kind schmiß sich auf den Bürgersteig und blieb liegen.

Ich lief gerade vor ihnen mit meiner Jack Russelhündin Kira an der Leine. Blitzschnell schoß es mir durch den Kopf:

Ja, das musste die Lösung sein. Ich gab dem Schreihals die Hundeleine in die Hand, und Kira zog natürlich, wollte weiter.

Mit einem Mal war Ruhe im Karton. Selbst die Eltern waren sprachlos.

Gerade noch getobt, jetzt das liebste Kind der Welt, freudig stolzierend mit Kira an der Leine. Nun weiß ich nicht, ob sich diese Familie dann selbst einen Hund angeschafft hat; nachdenklich sollten sie jedenfalls über diesen Vorfall gewesen sein.

Der liebe Vierbeiner hat aus dem Schreimonster blitzschnell ein zufrieden beschäftigtes Kind gemacht. So kann´s gehen. Der Hund als Therapeut – einfach genial. Das klappt nicht immer, ist aber einen Versuch wert.

Und wenn man sich nur mal öfter einen Dackel oder Pudel aus dem Tierheim leiht oder übers Wochenende mit nach Hause nimmt. Man kann auch den Dogsitter für den Nachbarn spielen oder Freunde besuchen, die einen Hund haben.

Das Tier lenkt den kleinen Haustyrannen ab und auf andere Geschehnisse zu; man weiß ja nicht, was dem Kind fehlt. Manchmal ist einfach die ganze Situation unerträglich oder langweilig.

Auch Jugendliche in der Pubertät können somit Aufgaben betraut werden; man lenkt vom Wachstumsproblem ab und erfüllt vielleicht sogar einen lang gehegten Wunsch.

Schon ist der Nachwuchs umgänglicher und wir auch.

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Bist du vielleicht Lehrer und hast Probleme mit deinen Schülern?

Auch hier kann die tiergestützte Therapie durch den Hund helfen, wie?

Kommst Du vielleicht mit Deinen Schülern nicht mehr klar? Ist Deine Autorität in Gefahr? Nehmen Dich die Kinder nicht mehr ernst oder haben sie keinen Respekt vor Dir?

Manchmal ist der Wurm drin. Schüler können auch grausam sein und sich gegen einen Pauker verschwören. Vielleicht hast du auch einfach keinen guten Start erwischt oder Du mußtest mal richtig durchgreifen. Deine Schüler bauen eine Front gegen Dich auf.

Heute ist das mit Internet natürlich einfacher. Du findest einfach kein Mittel mehr, Deinen Unterrichtsstoff an die Kinder zu vermitteln.

Greife zu einem einfachen Trick: Nimm Dir (natürlich nach Absprache mit dem Schulleiter) Deinen Vierbeiner mit in die Klasse. Erst mal ist die Stimmung schlagartig aufgehellt, denn Dein Tier ist süß und mag die Klasse, gibt es doch viele neue Gerüche und einiges zu schnüffeln. Nimm noch ein paar Leckerlis mit. Und jetzt kommt der pädagogische Ansatz: Wer im Unterricht mitarbeitet, darf Hasso auch füttern. Ist das nicht eine geniale Idee?

Du bringst deinen Stoff durch, die Klasse ist wieder motiviert und die Affront gegen Dich verpufft. So macht man Schüler geschmeidig. Nun gut, nicht jeder Lehrer wird jetzt seinen Dackel mit in die Klasse nehmen.

Aber so mancher Lehrer oder so manche Kindergärtnerin hat schon mal einen nützlichen Tier-Tag eingeführt: Dann durfte jeder sein Haustier mitbringen. Natürlich war das verbunden mit Programm, zum Beispiel in der Art, was das Tier so frißt, die Gewohnheiten von Hamster, Hase oder Wellensittich oder wie man sie pflegt.

Das bietet sich für den Biologie-Unterricht an, kann aber auch mal als x-beliebige Stunde eingeschoben werden. Zur Auflockerung des ansonsten mühsamen Schulprogramms sollte man sicher öfter mal daran denken. Das ist keine verlorene Stunde, weil die Motivation danach so groß ist, daß man viel mehr bewältigt und besser lernt. Über den Hund läßt sich Wissen und Lernen leichter transportieren –

und man verschafft sich wieder Autorität und Respekt – so nach der Devise: „Mensch, hat der aber einen tollen Hund, das hätte ich ihm gar nicht zugetraut!“

Gefällt dir deinen Figur nicht mehr?

Möchtest Duabnehmen und sportlicher werden oder gar eine andere Figur bekommen? Ja, dann wird es Zeit, daß Du etwas dafür tust. Du stellst nämlich fest, daß Du gar nicht mehr so attraktiv bist und Dir schon lange niemand mehr hinterher pfeift. Das sollte Dir zu denken geben – es sei denn, Du legst es gar nicht mehr drauf an. Doch im Grunde genommen ärgert es Dich schon, daß Dein Nachbar oder Deine Arbeitskollegin in vergleichbarem Alter immer noch heiß umworben wird.

Die werden eingeladen, haben einen großen Freundeskreis, ständig neue Gesprächspartner – ja, deren Nähe sucht man förmlich, während Du gemieden wirst. Und wirklich gesund bist Du ja auch nicht. Es zwickt und zwackt, die Puste geht Dir nach drei Treppenstufen aus; das ist nun wirklich keine gute Lebensqualität mehr.

Dein Alltag wird beschwerlich, Du bleibst zu Hause und vereinsamst. Was Du aber stattdessen brauchst, ist viel Bewegung.

So bringst Du deinen Körper jetzt in Form und Schwung. Du willst doch die Treppenstufen wieder im Doppelpack mit Leichtigkeit rauf und runter hüpfen. Und mal ehrlich: Mit einer muskulösen Figur siehst Du doch viel besser aus als mit Schwabbelbauch oder Entenpo.

Mach Dich attraktiv – mit Hund. Wie oben bereits erwähnt treibt Dich der Vierbeiner mindestens dreimal täglich raus an die frische Luft. Nutze  das zum Joggen, Hüpfen oder Fahrradfahren.

Nimm den Hund als Motivator, der Dich antreibt und Dir den inneren Schweinehund austreibt. Beschäftige Dich mit Rex; hüpfe zum Beispiel gemeinsam über kleine Hindernisse wie am Boden liegende Baumstämme im Wald.

Der Hund ist eine sichere Bank für Training, Sport und Bewegung, dem kannst Du nämlich nicht absagen, weil Du keine Lust hast. Der fordert gnadenlos seinen Gassi-Gang.

Bist du vielleicht depressiv?

Depressionen sind schlimme Krankheiten. Die Ursachen dafür sind so unterschiedlich: Jobverlust, Mobbing, Tod des Partners oder eines nahen Angehörigen, Phobien vor Spinnen oder Menschenmassen, Einsamkeit und vieles mehr, auch die Wechseljahre einer Frau zum Beispiel.

Depressionen können sogar zu Selbstmordversuchen führen. In der Regel braucht man professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten oder auch Medikamente (Antidepressiva, die die Stimmung aufhellen).

Bei schweren Depressionen ist ein stationärer Aufenthalt in einer Nervenklinik notwendig. Manche Menschen leiden unter einer Manie oder Phobie: Sie können nicht mehr mit einem Aufzug fahren, trauen sich nicht mehr in einen belebten Supermarkt oder haben einen Waschzwang.

Die psychiatrische Therapie hat einen starken Ansatz in der Beschäftigung solcher Patienten. Dahinter steht, daß ein Mensch nicht gleichzeitig zwei Dinge auf einmal bewerkstelligen kann.

Mit Beschäftigung lenke ich ihn von seinen depressiven oder manischen Gedanken ab. Man übt sich in Seidenmalerei, werkelt mit Holz Vogelhäuschen, tanzt und musiziert – oder beschäftigt sich mit der tiergestützten Therapie. Während Du mit dem Vierbeiner rumtollst oder ihm etwas beibringst, hast Du keine Chance, Deine Depressionen auszuleben.

Das Tier fordert Deine ganze Aufmerksamkeit auf nur eine Sache. Versuche mal, gleichzeitig zwei Dinge zu tun, Beispiel: Essen und gleichzeitig telefonieren; oder joggen und reinigen Deiner Fingernägel; oder kullere Deine Augen im Kreis und drehe dabei Deine ausgestreckten Arme im Kreis in entgegensetzte Richtung

– also Arme links herum kreisen und Augen rechts herum. Da kommst Du aber ganz schön ins Schwitzen.

Genauso kannst Du kein Buch lesen und Dich gleichzeitig um Hasso kümmern. Das bedeutet: Wenn Du den Hund trainierst, hast Du keine Angst und denkst nicht depressiv an Selbstmord. So einfach ist das. Das liebe Tier zaubert Dir Dein Problem weg – nicht ganz, aber wenigstens für Stunden.

Mit der Zeit findest Du einen solchen Gefallen an Deinem süßen Begleiter, daß Deine Depressionen immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden.

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Fürchtest Du dich in der Dunkelheit?

Hast Du ein Problem mit der Dunkelheit? Siehst Du Geister oder Gestalten? Hast Du Angst, im Dunkeln allein zu sein? Du brauchst jemanden an Deiner Seite, der Dir das Gefühl von Sicherheit gibt.

Natürlich kannst Du nicht einen 24 Stunden-Wachdienst engagieren. Da ist ein Vierbeiner aber die passende Lösung. Er gibt Dir sofort ein Zeichen, wenn sich Unbefugte Deinem Grundstück oder Deiner Wohnung nähern. Es gibt Dir ein gutes Gefühl, vielleicht Bodo neben Deinem Bett im Körbchen liegen zu haben. Du schläfst wieder gut ein, denn Du verspürst ein Gefühl von Sicherheit. Dir kann nichts mehr passieren.

Zur Not vertreibt Dein Hund den Angreifer und schnappt zu. Gerade nachts kommen nämlich Einbrecher im Schutz der Dunkelheit sehr gern. Sie glauben sich dann unerkannt, weil sie nicht so leicht zu erkennen sind. Bei Tageslicht erkennt man den Ganoven und kann eine Beschreibung über ihn abgeben. Das Problem mit der Angst in Dunkelheit löst sich mit Deinem Hund von allein auf. Die tiergestützte Therapie kann für vieles hergenommen werden.

Tiergestützte Therapie durch deinen Hund
Tiergestützte Therapie durch deinen Hund

Bist du etwa Epileptiker?

Menschen, die unter Epilepsie leiden, leben besonders gefährlich. Man weiß nie, wann der nächste Anfall kommt und wo man dann gerade ist, sitzt oder steht. Plötzlich verliert man die Kontrolle über seinen Körper, fällt hin und verkrampft total.

Nun gibt es kein Meßgerät, das rechtzeitig vor solchen oft folgenschweren Anfällen warnt. Man kann aber Hunden antrainieren, so etwas zu riechen – wie Tiere ja auch Drogen, Geldscheine oder sogar Krebs erschnüffeln können.

Es ist ein oft jahrelanges Training nötig, indem man das Blut von Epilepsie-Patienten kurz vor dem Ausbruch eines erneuten Anfalls konserviert und daran Hunde schnuppern läßt. Auch deuten äußere Anzeichen wie eine Verkrampfung darauf hin. Wichtig ist, daß Epileptiker sofort versorgt werden. Nichts ist schlimmer, als daß sie hilflos irgendwo von niemandem wahrgenommen werden.

Nicht nur epileptische Anfälle sind ein großes Problem, auch zum Beispiel das so genannte Tourette-Syndrom, bei dem völlig normal wirkende Menschen plötzlich einen Tobsuchtsanfall bekommen und wildfremde Menschen mit unflätigen Beschimpfungen traktieren.

Es kann passieren, dass Tourette-Patienten eine nette Frau plötzlich laut anschreien, was natürlich bei den Betroffenen nicht selten Aggressionen auslöst bis hin zu Abwehr-Attacken, weil die so Titulierten nicht wissen können, daß ein kranker Mensch vor ihnen steht und der für seinen Gefühlsausbruch nichts kann.

Hunde sind feinfühlig und erkennen die Gefahr, zerren das ausrastende Herrchen schnell aus der Gefahrenzone, dies gehört auch zur tiergestützten Therapie vom Hund.

Bist du gerne gewalttätig oder aggressiv?

Dein Problem liegt darin, daß Du vielleicht gewalttätig bist, schnell mal ausrastest oder ein geborener Choleriker bist. Kleinigkeiten treiben Dich gleich auf die Spitze wie ein Männchen das an die Decke geht. Du lebst deshalb gefährlich. Denn Deine Ausraster kommen nicht bei allen gut an.

Besonders im Straßenverkehr bringt Dich Dein Verhalten schnell in arge Bedrängnis, wenn Du etwa Deinen Hintermann ausbremst oder auf dem Parkplatz drohend auf den vor Dir abbremsenden Verkehrsteilnehmer zugehst.

Schnell kannst Du dabei Deinen Führerschein verlieren. Ein Hund neben Dir beruhigt Dich.

Er mag es nicht, wenn Herrchen ruppig wird, zieht an der Leine und lenkt Dich so vom Unruheherd weg. Insgesamt machen Tiere ihre Besitzer sanftmütiger. Man will ja quasi mit seinem süßen Vierbeiner angeben, die Aufmerksamkeit auf sich lenken und muß ja auch schon Vorbild sein;

Du willst Dir doch keinen Kampfhund erziehen? Wenn Dir also bewusst wird, daß Du ein Problem mit Deiner Beherrschung hast, solltest Du dir schleunigst einen Terrier zulegen. Das sind ganz witzige Hunde, die ständig gefordert werden wollen.

Wenn Du mit dem kleinen Fox stundenlang Stöckchen wirfst, hechelst Du und nicht der Hund, der Dich unmissverständlich auffordert, doch bitteschön jetzt endlich weiter zu machen. Die Rasse ist nicht klein zu kriegen und braucht viel Beschäftigung; da bleibt Dir gar keine Zeit mehr, um auszurasten. In solchen Fällen ist der Vierbeiner ein gutes Rezept gegen dieses Problem.

Nimmst du etwa Drogen?

Hunde können im Allgemeinen wenig ausrichten, wenn sein Halter Drogen nimmt oder Alkoholiker ist. Man sieht sie oft, die Obdachlosen in Fußgängerzonen „Haste mal ´nen Euro?“ – daneben der Hund, der gelangweilt dreinschaut.

Er kann sich nicht dagegen wehren, wenn sein Herrchen abhängig ist. Aber er wird sich melden, wenn er Gassigehen muß. Und dann wird selbst der Junkie mit Bello mal rausgehen oder sich von seinem Platz erheben.

Auch hier gilt wie bei depressiven: Die Beschäftigung mit dem Hund hält zumindest sporadisch davon ab, Alkohol zu trinken, sich wieder eine Kippe anzuzünden oder Drogen zu konsumieren.

Vielleicht sind die kleinen Erfolge des lieben Vierbeiners auch so entzückend, daß selbst der Süchtige sich daran so erfreut, nicht mehr abhängig zu sein oder seine Sucht wenigstens nicht mehr zum bestimmenden Lebensinhalt zu machen.

Darüber hinaus hast Du als Hundehalter Verantwortung; wenn Mitarbeiter des Ordnungsamtes sehen, wie verantwortungslos Du bist, zugedröhnt mit Drogen und Alkohol, dann vielleicht noch Deinen Hund auf andere hetzt oder aggressiv von Passanten Geld verlangst, kann es Dir leicht passieren, daß die Dir den Hund wegnehmen, weil Du dich als Halter  ungeeignet erweist.

Insofern ist das Tier auch Pädagoge – jemand, der Dich in Schach hält und eben nicht tun läßt, was Du willst.

Mit Hund mußt Du immer klaren Kopf behalten und auch Vorbild sein. Das ist wie bei einem kleinen Kind: Wenn Du dich als Elternteil nicht im Griff hast, schaut sich Dein Nachwuchs schlechte Manieren von Dir ab.

So wie Kinder immer auch ein Spiegelbild ihrer Eltern sind, kann man das auch auf die Vierbeiner übertragen: Ist Herrchen hektisch, wird auch Wuffi nervös; rastet der Halter aus, wird auch der Hund bei jeder Gelegenheit kläffen. Nun wirst Du sicher mit Hund nicht gleich clean, aber es könnte ein Weg in die richtige Richtung sein – raus aus Deinem Abhängigkeits-Problem, versuche Es doch zumindest mal.

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Brauchst du vielleicht "nur" einen Zuhörer?

Was meinst Du, was bloßes Zuhören ausrichten kann? Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der mittelprächtig aussah.

Bei ihm hätte man jedenfalls nicht vermutet, daß die Frauen auf ihn fliegen. Gut, er war immer modisch gut gekleidet, Anzug, Krawatte, aber ansonsten nicht gerade ein Adonis.

Und trotzdem erzählte er nach jedem Wochenende von seinen Liebesabenteuern. Angeblich hätten die Frauen ihn schon nackt im Türrahmen empfangen, habe man sich im Gebüsch vor Gier die Kleider vom Leib gerissen und so weiter.

Man kann das als übliches Bürogeschwätz abtun oder als die reinen Wunschvorstellungen eines wenig attraktiven Mannes. Aber wir alle wollten wissen, was dahintersteckt: Wie kann ein Mann seines Formats solchen Erfolg bei Frauen haben? Ganz einfach: Zuhören! Er sagte immer: „Du mußt den Frauen geduldig zuhören, dann kriegst Du alles!“ Da muß was dran sein.

Manche Menschen sind so einsam, die brauchen einfach nur jemanden, der ihnen zuhört, sie ernst nimmt, sich ihre Geschichten und Probleme anhört.

Hunde können das, und zwar ganz zuverlässig und verschwiegen. Sie posaunen nicht gleich jede Intimität auf den Bürogängen aus oder machen sich gleich lustig über jemanden, der nur quatschen will.

Hunde sind ganz liebe, treue Zuhörer, ihnen kannst Du alles erzählen und sie geben durch ihre Reaktionen und Laute Antwort: „Ja, ich verstehe Dich; rede nur weiter, ich höre zu. Ich fühle mit Dir!“ Ein Hund legt seinen Kopf auf Deinen Oberschenkel und zeigt damit sein Interesse an Deiner Geschichte. Problem gelöst, Hund anschaffen!

Lebst du in einer gefährlichen Gegend?

Bist Du schon mal überfallen worden oder ist bei Dir schon eingebrochen worden? Dann lebst Du sicher in einer gefährlichen Gegend und mußt Dich ernsthaft Sorgen um Deine Sicherheit machen.

Wer schon einmal am eigenen Leib erfahren hat, daß ihm eine Pistole an die Schläfe gehalten wurde, hat ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Für den ist das Problem real, ob in Träumen oder wiederkehrenden Gedanken sowie dem Trachten nach höchst möglicher Sicherheit. Oft reicht da schon ein Hund, der sofort anschlägt, wenn sich Fremde dem Grundstück oder der Wohnung nähern. Bevor Du teure Sicherheitstechnik installieren läßt, Kameras aufbauen oder Security einstellst, solltest Du es erst einmal mit einem Vierbeiner versuchen.

Allein die Wirkung ist schon abschreckend genug, wenn ein großer dunkler Hund zu sehen ist und laut kläfft. Es gibt natürlich auch ausgesprochene Wachhunde, die aber oft so scharf sind, daß Du selbst dich davor fürchtest.

Soweit muß man ja nicht gehen, zum Beispiel einen regelrechten Kampfhund wie einen Pitbull zu „engagieren“.

Dann hättest Du wahrscheinlich selbst keine ruhige Minute mehr. Nicht umsonst müssen solche „Kampfmaschinen“ mit Maulkorb an der Leine geführt werden – das ist Streß pur und muß nicht sein. Du willst nur einen Hund, der Dir Sicherheit gibt und auf Dich aufpaßt, dann wäre ja schon Dein Problem gelöst.

Jeder Hund verteidigt gegenüber Fremden mit Bellen sein Revier, unter Umständen auch, indem er Sie anspringt und daran hindert, in sein markiertes Terrain einzudringen.

Das liegt natürlich im Instinkt der Hunde. Sie beschnuppern ja auch erst mal ihren neuen Bereich und stecken ihn dann mit Urin-Marken ab. Das ist gut so, denn damit bekommst Du eine Sicherheitszone und hast genug Zeit, Hilfe zu rufen, die Polizei zu alarmieren oder sich auf Abwehr vorzubereiten.

Hast du Angst, früh zu sterben?

Menschen leben heute länger als noch vor 20 oder 40 Jahren. Durchschnittlich wird jemand, der heute 30 Jahre alt ist, mal das gesegnete Alter von 94 Jahren erreichen! Im Schnitt werden die Menschen heutzutage 80 und mehr; die Zahl der hundertjährigen hat sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt.

Umso mehr besteht der Wunsch, auch länger zu leben und die Zeit auszuschöpfen sowie zu genießen (manche denken auch gleich in EUROS: Ich will doch möglichst viel von meiner Rente haben und sie lange genießen!). Nachdenklich stimmt uns nur, wenn ein Nachbar mit 60 durch einen Herzinfarkt plötzlich tot umfällt.

Gerade in solchen Situationen wünscht man sich nichts sehnlicher, als selbst sehr alt zu werden.

Dazu fehlen einem zwei Dinge: ein Aufpasser und ein Fitnesstrainer. Beides könnte ein Hund erfüllen. Denn er paßt auf uns auf, wenn wir plötzlich umkippen sollten. Doch das passiert uns ja nicht so schnell, wenn wir ständig mit dem Vierbeiner an die frische Luft müssen und dabei auch unseren Kreislauf stärken und fit bleiben.

Du brauchst also keine Angst mehr zu haben, daß Du vielleicht zu früh stirbst. „Angst frißt Seele auf“ – den Spruch kennst Du doch; er bedeutet nichts anderes als daß Deine Lebensqualität massiv darunter leidet, wenn Du ständig in Angst lebst. Der Hund nimmt Dir diese Angst und sorgt so nebenbei für ein längeres Leben.

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